2020

Sagithjan Surendra

Sagithjan Surendra (22)

Haupt- und Förderpreis

Sagithjan Surendra (22) gründet 2017 in Nürnberg das Aelius Förderwerk um bundesweit für Schüler und Schülerinnen aus benachteiligten Haushalten einen nachhaltigen Beitrag zu fairen Bildungschancen zu leisten. Als Sohn Kriegsgeflüchteter ist Sagithjan in Deutschland unter schwierigen Umständen aufgewachsen. Er hat erfahren müssen, dass gerade in Deutschland die Bildungschancen junger Menschen vom Elternhaushalt abhängig sind. Dabei stellte sich ihm die Frage, warum es eine Vielzahl staatlicher Förderwerke für begabte Studierende gibt, sich diese aber nicht schon an Schüler und Schülerinnen richten. So wurde die Idee für Aelius geboren, einem Verein, der von Menschen geschaffen wurde, die selbst diese Erfahrung teilen und heute der nächsten Generation etwas zurückgeben möchten.

Christopher Reiners

Christopher Reiners (22)

Haupt- und Förderpreis

Der Mathematikstudent Christopher Reiners rief gemeinsam mit weiteren Studien-freunden aus Bonn und Berlin bereits Mitte März 2020 kurz nach Ausbruch der Corona Pandemie die „Corona School e.V.“ ins Leben.

 

Gerade für Familien bedeutete diese Zeit eine große Herausforderung: Schulen und Universitäten wurden geschlossen, Berufstätige mussten oft von zu Hause aus arbeiten und soziale Kontakte wurden auf das Mindeste reduziert. Ohne die Möglichkeit, Hilfe wie gewohnt in Anspruch nehmen zu können, sollen sich Schülerinnen und Schüler die Unterrichtsinhalte eigenständig erarbeiten.

Amandeep Grewal (24)

Haupt- und Förderpreis

Der Reutlinger Medizinstudent Amandeep Grewal (24) ist der Gründer von match4healthcare, einer Plattform, die unentgeltlich und ohne kommerziellen Hintergrund zur Verfügung gestellt wird, um  Helfende und Hilfesuchende in Zeiten der Bedrohung durch COVID-19 zu vernetzen. Sie entstand in Zusammenarbeit zwischen der bundesweit erfolgreich und bekannt gewordenen Initiative „Medizinstudierende vs. COVID-19“, der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. und zahlreichen ehrenamtlich arbeitenden Freiwilligen im Rahmen des „wirvsvirus“ Hackathons der Bundesregierung und wird den dynamischen Entwicklungen der Krise immer wieder angepasst.

Heart troopers

Haupt- und Förderpreis

Martin Kühnemann (24) aus Sangerhausen und die „Heart Trooper“, zu Deutsch „Truppe mit Herz“, haben es sich seit 2016 zum Ziel gemacht, durch unterschiedliche Aktionen Spenden für das Kinderhospiz Mitteldeutschland zu sammeln, über die Arbeit des Kinderhospizes zu informieren und bei Besuchen dort Abwechslung in das Leben der schwerstkranken Kinder und ihrer Familien zu bringen.

 

Das Engagement der jungen Leute kennt keine Grenzen. Man findet das Team, das aus acht Mitgliedern, jungen Studierenden und Berufstätigen besteht, bei Kinderfesten, Jubiläumsveranstaltungen, Sportfesten, in Einkaufszentren oder auf Messen, wo sie für ihre Anliegen werben. Vorträge über ihre Arbeit ergänzen die Suche der „Heart Trooper“ nach Förderern oder Sponsoren ebenso wie das Aufstellen von Spendenhäuschen in vielen Partnerbetrieben

Christoph Findelsberger (28)

Haupt- und Förderpreis

Christoph Findelsberger (28) aus Wartenberg/Bayern gründet noch während seiner Studienzeit die Organisation 264.education. Nach einem Auslandsaufenthalt in Nepal hatte er festgestellt, wie wenig der Gelder oder auch Hilfen bei groß organisierten Hilfsprojekten richtig ankommen. Eine Kooperation mit einem Schulleiter in Nepal, der eine der ersten gewaltfreien Schulformen aufbauen wollte, schien Christoph der richtige Weg direkte Hilfe zu leisten.

 

Es begann mit einem Fundraising in Deutschland und bald konnte mit Hilfe von Kommilitonen, die der junge Mann durch seine Begeisterung, Planung und Engagement überzeugt hatte, eine erste Schule erbaut werden. Eine zweite folgte. Beide gehören zu den ersten Schulen, die auf dem Prinzip der Gewaltfreiheit aufbauen.

Theodora Delort-Laval (26)

Hauptpreis

Theodora Delort-Laval (26) ist an einer Grundschule in Ithuba, einem abgelegenen Gebiet von Südafrika, beschäftigt. Im Januar 2020 gründet sie „Delightful Future“, ein Projekt, das Kindern helfen soll, ihre Gefühle zu erkennen und sie in Worte zu fassen. Es soll ihnen helfen ihre Stimme zu erheben und ihre eigene Meinung auszudrücken, auch wenn sie zu Hause keine haben dürfen. Theodora möchte auf diese Weise Missbrauch - sei er emotional, physisch oder sexuell - vorbeugen, und das sowohl zu Hause als auch in der Schule.