2021

Nick Falkner (28)

Großer Preis

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Nick Falkner (28) aus Grafschaft steht mit seiner Gruppe "Hochwasser in AW-freiwillige Helfer" stellvertretend für Tausende freiwilliger Helfer, die spontan aus ganz Deutschland gekommen sind, um nach der Hochwasserkatastrophe in den Tälern von Aar und Erft zu helfen. 

Nick Falkner, junger Oberleutnant der Bundeswehr, nahm sich der Situation vor Ort selbst an und baute zusammen mit seinen Helfern ein riesiges Verteilerzentrum. In den ersten drei Wochen wurden sechs 40-Tonner an Spenden von der freiwilligen Mannschaft verteilt - Wasser, Essen, Schaufeln, Windeln und vieles mehr.

Falkner, der auch Kreisvorsitzender der Jungen Union in Ahrweiler ist und ein großes Netzwerk hat, startete über Facebook am Tag nach der Flut einen Aufruf. Nur zwei Wochen später hatte seine Gruppe bereits über 40.000 Mitglieder und wuchs weiter.

AID pioneers e.v.

Haupt- und Sonderpreis

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Die Aid. Pioneers e.V., vertreten durch Benedikt Leidner (22), Marcel Schanz, Martina Niesyto u.a., wurden 2020 in München gegründet.

Die jungen Erwachsenen des Vereins schaffen funktionsfähige Logistiknetze, um Hilfsgüter für Kinder in Katastrophengebiete zu bringen. Auslöser war die Explosion im Hafen von Beirut im August 2020, als es plötzlich an allem fehlte. Besonders betraf es die Kinder. So sammelten sie unter "AidProject Beirut" Kuscheltiere und Spielzeuge und überzeugten eine Fluggesellschaft, die Kisten in den Bäuchen ihrer Flieger mitzunehmen. Darauf folgten auch Schulmaterialien.

Mittlerweile ist die kleine Gruppe zu 40 "Pionieren" gewachsen und transpotieren regelmäßig mehrere Tonnen Hilfsgüter in den Libanon, nach Griechenland, Nordirak und Sierra Leone. 

Tommy nicht allein

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Das Projekt "Tommy Nicht Allein - Die Klinik Nannys" ist eine studentische Initiative, die 2015 an der Universitätsmedizin Rostock entstand. Der ehrenamtliche Einsatz von inzwischen 113 Studierenden aus verschiedenen Fachbereichen wird von einem Organisationsteam, bestehend aus Luisa Grabe (21), Lynn Beckert (20), Marie Wappler (22), Teonaa Mona (20) und Christa Bartels (25) geleitet.

"Tommy Nicht Allein" hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen allein im Krankenhaus sind, zu betreuen. Über 120 Kindern konnte durch das Projekt bereits geholfen werden nicht nur den Krankenhausaufenthalt zu erleichtern und den Genesungsprozess positiv zu beeinflussen, sondern auch einem seelischen Schaden durch fehlende Zuwendung entgegenzuwirken.

Ein nahes Ziel ist ein eigenes Spielzimmer in der Klinik. Langfristig ist eine deutschlandweite Ausweitung der Initiative auf andere Kliniken geplant.

Between the lines

Hauptpreis

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Der gemeinnützige Verein "Between The Lines", vertreten durch Luise Kummer (28) aus Solingen, beschäftigt sich mit der Digitalisierung der deutschen Jugendhilfe. Er bietet jungen Menschen bei psychischer und/oder sozialen Problemen einen niederschwelligen und kostenlosen digitalen Zugang zu bestehende Hilfesystemen.

Aus eigener Erfahrung oder aus dem Umfeld von Familie und Freunden wissen die Mitglieder des 2016 gegründeten Vereins, wie entscheidend richtige Ansprechpartner für die mentale oder körperliche Gesundheit, eine soziale Teilhabe, den Bildungsweg und den beruflichen Erfolg sind.

"between The Lines" beet Betroffenen Eine digitale Lösung: Über eine Webseite, Social Media Kanäle und eine App erhalten User Zugang zu validierten Informationen, Heldengeschichten sowie zu diversen Hilfestellen. 

Für die Zukunft planen sie die Gewinnung neuer Nutzer durch ein Video in Zusammenarbeit mit ihren Ärzten- und Therapeuten-Team ein Werbevideo "Worum geht's", in dem Jugendliche anonym auf ihre Erfahrungen angesprochen werden. Staatsministerin Dorothee Bär schreibt es jetzt schon eine "Pionierrolle in der digitalen Jugendhilfe" zu.

Jan Heinemann (18)

Sonderpreis

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Jan Heinemann (18) aus Andernach hat mit dem Löschigel ein Löschgerät entwickelt, welches die Sicherheit von Einsatzkräften in der Brandbekämpfung erhöht, indem es hilft das Betreten von Gefahrenbereichen zu vermeiden. Die physisch und psychisch belastende Brandbekämpfung unter Schutzkleidung mit großem persönlichen Gesundheitsrisiko kann so abgemildert werden.

Jans Engagement als Wasserretter in der DLRG, insbesondere auch in den Risikobereichen Strömungsrettung und Tauchen, aber auch im Sanitätsdienst, verdeutlichte ihm das Dilemma: Alle brennen dafür anderen Menschen bestmöglich zu helfen, aber alle möchten auch anschließend zu ihren Liebsten zurückkehren. So ließ die Suche nach der größten Risikoverringerung die Idee für den Löschigel entstehen.

Aktuell kümmert sich der junge Mann um eine Zertifizierung, damit der Löschigel auch offiziell im Einsatz benutzt werden darf. Einer Serienproduktion wäre er damit einen Schritt näher.